Zigaretten- / Nikotinabhängigkeit

 

Mittlerweile ist wohl jedem bekannt: Rauchen macht abhängig. Sogar die Tabakindustrie bestreitet dies nicht länger. Die Tabakabhängigkeit umfasst sowohl psychische als auch körperliche Symptome. Im medizinischen Sinne gilt als tabakabhängig, wer einen starken Wunsch oder eine Art Zwang verspürt zu rauchen und unfähig ist abstinent zu leben. 

Wer Entzugserscheinungen entwickelt, wenn er das Rauchen einstellt oder reduziert. Wer schon erfolglos versucht hat das Rauchen aufzugeben oder  trotz schädlicher Folgen weiterraucht. Als Hauptfaktor für die Abhängigkeit gilt neben der Gewohnheit das Nikotin.

In der Bundesrepublik Deutschland ist zwischen 1950 und 1975 die Zahl der jährlich konsumierten Zigaretten von durchschnittlich ca. 500 pro Person auf etwa 2000 angestiegen. Seither halten sich diese Zahlen auf diesem Niveau nahezu konstant. Das statistische Bundesamt hat für die Entwicklung des Zigarettenabusus folgende Zahlen bekanntgegeben:

Raucherprävalenz in Deutschland 1999

 

Rauchen macht krank!!!

Nicht nur das Nikotin schädigt unsere Psyche und unseren Körper. Im Tabakrauch sind ca. 4000 Inhaltsstoffe enthalten, von denen eine Vielzahl eindeutig schädigende Wirkung besitzt. Es sind bis jetzt über 40 krebserzeugende Bestandteile im Tabakrauch identifiziert worden. Schwermetalle, Kohlenmonoxid und Benzol sind nur einige dieser Inhaltsstoffe.

Die Sterblichkeit unter den Rauchern ist hoch! In Deutschland versterben im Jahr zwischen 90.000 und 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das Risiko an Krebs, Herzanfällen, Schlaganfällen und Lungenleiden zu erkranken ist um ein Vielfaches gesteigert. Diese Gesundheitsschädigungen sind vielen Raucher bekannt, sie werden aber bewusst eingegangen oder konsequent verdrängt. 

Raucherentwöhnung!?

Welcher Raucher hat es nicht schon einmal probiert, mit dem Rauchen aufzuhören. Doch alle diese Bemühungen setzten den Raucher nur noch mehr unter Druck, der Gedanke keine Zigarette mehr "rauchen zu dürfen" versetzte nicht Wenige in eine Art Panikzustand. Charakterstärke soll hier nur stellvertretend für so viele Ansätze der Raucherentwöhnung genannt werden. Die Gefühle, die solche unzähligen Versuche das Rauchen aufzugeben bei der Person, die wieder einmal gescheitert ist, auslöst sind Unfähigkeit, Selbstanklagen und eine Verdrängung der Erlebnisse des Scheiterns. Lieber weiter rauchen, als sich noch einmal das eigene Versagen eingestehen zu müssen.

Sicher, wer bis zu zehn Zigaretten am Tag raucht wird sich in der Regel leichter tun mit dem Aufhören, als der Raucher, der täglich eine oder mehr Schachteln konsumiert. Dementsprechend sieht auch die Entwöhnungstherapie dann anders aus. Während dem Gelegenheitsraucher evtl. ein bis zwei unterstützende Hypnosesitzungen ausreichen zur vollständigen Abstinenz, so stellen sich beim stark Abhängigen ausgeprägte Entzugserscheinungen bei der Entwöhnung ein.

Therapie bei leichter bis mittlerer Abhängigkeit

Ich biete in meiner Praxis ein spezielles Entwöhnungsprogramm, zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse des Rauchers und seinem Grad der Zigarettenabhängigkeit an. Mit der höchst effizienten Methode der Hypnose sind hierbei (wissenschaftlich bestätigte) signifikante Erfolge zu verzeichnen. Nebenbei lernen die Betroffenen Entspannungsverfahren zur Selbstanwendung kennen, die eine wirkungsvolle Unterstützung auf dem Weg zum Nichtrauchen sind. 

Therapie bei starker bis sehr starker Abhängigkeit

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, denen auch ich lange Zeit angehört habe. Sie rauchen mehr als 20 Zigaretten pro Tag? Ich selbst habe in Glanzstunden meiner Raucherkarriere bis zu 60 Zigaretten täglich geraucht. Alle Versuche mich von der Sucht zu befreien schlugen über viele Jahre fehl. Bis ich schließlich die wunderbare Methode der Hypnose für mich entdeckte. Durch die Unterstützung mittels Nikotinersatzstoffe, die die schlimmsten Entzugserscheinungen milderten, konnte ich ohne den vorher alles bestimmenden inneren Druck die Abstinenz erlangen. Früher brachte mich schon der Gedanke keine Zigarette mehr rauchen zu dürfen dazu eine Schachtel mehr zu konsumieren! 

Heute ist die Effizienz dieser Methode, gerade bei starken Rauchern wissenschaftlich belegt und es gibt zahlreiche Studien hierzu. Für verhaltenstherapeutische Ansätze, die mit Nikotinsubstitution (Ersatz durch Nikotinpflaster etc.) arbeiten, sind Erfolgsquoten bis zu 65% nach Therapieende in einer Studie erfasst worden. Für die Hypnotherapie als Einzelanwendung sind ebenfalls 65% Erfolgsquote in einer Studie (die ich nachfolgend näher benannt habe) nachgewiesen worden.

In meiner Praxis biete ich speziell für stark und sehr stark Abhängige eine Kombinationstherapie an. Zum einen wird durch ein Nikotinersatzpräparat (Pflaster oder Kaugummi) die Entzugsproblematik gemildert. Verhaltenstherapeutische Elemente sollen durch neue, produktive Ziele das destruktive Rauchverhalten in typischen Rauchsituationen ersetzen. Als zentrales Element der Therapie steht die hypnotherapeutische Intervention (Hypnosebehandlung). Mit Ihrer Hilfe lernen die Klienten neue, wertvolle Persönlichkeitszüge an sich kennen und entwickeln ihre ganz eigenen Ressourcen zur Bewältigung ihrer Sucht.

Wie Abhängig sind Sie?

Um einen Anhaltspunkt dafür zu haben, wie Abhängig vom Zigarettenkonsum Sie sind, habe ich einen kurzen Selbsttest online gestellt. Hier können Sie sich schnell und anonym testen. 

Selbsttest: Online Fragebogen, Wie Zigarettenabhängig bin ich?


Hypnotherapie zur Raucherentwöhnung

Die Wirksamkeit von Hypnotherapie, eingesetzt zur Raucherentwöhnung, wurde in einigen Studien bereits nachgewiesen. Nachfolgend habe ich eine Studie angeführt.

 

Studie 1: "Raucherentwöhnung in Hypnose" (Heumann & Schmidt 1998)

Ergebnisse:

·         Experimentalgruppe: nach 4 Wochen: 55% abstinent, nach 12 Wochen: 65% abstinent

·         Kontrollgruppe: nach 4 Wochen: 17% abstinent, nach 12 Wochen: 11% abstinent

·         Nach 4 Wochen war die Raucherentwöhnung mit Hypnose signifikant erfolgreicher als die Entwöhnung in eigener Regie: Chi²-Wert: 5,983* („Reduziert“ wurden als „nicht-abstinent“ gewertet). Nach 12 Wochen war die Raucherentwöhnung mit Hypnose signifikant erfolgreicher als die Entwöhnung in eigener Regie: Chi²-Wert: 11,515** („Reduziert“ wurden als „nicht-abstinent“ gewertet)

 

Sowohl nach einem als auch nach 3 Monaten war die Raucherentwöhnung mit 
Hypnose signifikant erfolgreicher als die Entwöhnung in eigener Regie: 
p<0,05 (nach 4 Wochen) bzw. p<0,01 (nach 3 Wochen). Nach 3 Monaten 
waren 65% der Hypnosegruppe abstinent.